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Härtefallfonds für Ein-Personen-Unternehmen und Kleinstunternehmer – Phase 2

Schnelle und unbürokratische Soforthilfe für Selbstständige

Info HINWEIS

Antragstellung für Phase 2 ab 20. April 2020 möglich!
Antragstellung für Phase 1 ist nicht mehr möglich!

Berufsgruppen

Grundlage für die Förderung ist der teilweise Ersatz von entgangenen Einkünften aus selbstständiger Erwerbstätigkeit und aus Gewerbebetrieben, die durch die Auswirkungen der COVID-19-Krise wirtschaftlich signifikant betroffen sind. Eine Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer ist nicht Voraussetzung.

Folgende Berufsgruppen sind antragsberechtigt:

  • Ein-Personen-Unternehmerinnen/Ein-Personen-Unternehmer
  • Kleinstunternehmerinnen/Kleinstunternehmer, die weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigen
  • Erwerbstätige Gesellschafterinnen/Gesellschafter, die nach GSVG/FSVG pflichtversichert sind
  • Neue Selbstständige wie z.B. Vortragende und Künstlerinnen/Künstler, Journalisteninnen/Journalisten, Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten
  • Freie Dienstnehmerinnen/Dienstnehmer wie Trainerinnen/Trainer oder Vortragende
  • Freie Berufe (z.B. im Gesundheitsbereich) 

Die Antragstellung für land- und forstwirtschaftliche Betriebe sowie Privatzimmervermieterinnen/Privatzimmervermieter wird über die Agrarmarkt Austria abgewickelt.

Voraussetzungen

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein: 

  • Eine wirtschaftlich signifikante Bedrohung durch COVID-19,
    d.h. die Förderwerberin/der Förderwerber
    • ist nicht mehr in der Lage, die laufenden Kosten zu decken oder
    • er ist von einem behördlich angeordneten Betretungsverbot aufgrund von COVID-19 betroffen oder 
    • sie/er hat einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent zum Vergleichsmonat des Vorjahres 
  • Im rechtskräftigen Einkommensteuerbescheid für das letzte Jahr aus dem Zeitraum 2015 bis 2019 müssen positive Einkünfte aus selbständiger Arbeit und/oder Gewerbebetrieb oder ein positiver Saldo aus diesen Einkünften vorhanden sein.
  • Unternehmensgründung bzw. Aufnahme der unternehmerischen Tätigkeit bis 15. März 2020
  • Sitz oder Betriebsstätte in Österreich
  • Angabe der Kennzahl im Unternehmensregisters (KUR) oder der Global Location Number (GLN) in Phase 2 optional
  • Angabe der Steuernummer in Österreich
  • Bestehen einer gesetzlichen Sozialversicherung und Angabe der Sozialversicherungsnummer

Keine Förderung ist möglich bei Barzahlungen von Gebietskörperschaften aufgrund COVID-19 sowie bei einem anhängigen Insolvenzverfahren oder Reorganisationsbedarf.

Höhe der Förderung

Phase 2:
Für maximal drei Monate
erfolgt bei Erfüllung der Voraussetzungen ein Zuschuss bis zu Euro 2.000 pro monatlichem Betrachtungszeitraum je nach Höhe der Einkommenseinbußen.

Ein Zuschuss aus Phase 1 wird in der Phase 2 angerechnet, somit steht allen Antragstellerinnen/Antragstellern ein maximaler Förderbetrag von Euro 6.000 zur Verfügung, unabhängig davon, ob bereits ein Antrag in Phase 1 gestellt wurde oder nicht. Die Förderung erfolgt im Nachhinein.

Basis zur Berechnung ist der Nettoeinkommensentgang im jeweiligen Monat der Corona-Krise, beginnend mit dem Betrachtungszeitraum 16. März bis 15. April 2020. Die weiteren Betrachtungszeiträume sind 16. April bis 15. Mai 2020 und 16. Mai bis 15. Juni 2020.

Das Einkommen aus Nebeneinkünften wird bei der Ermittlung des Förderzuschusses angerechnet und kann die Förderhöhe entsprechend reduzieren.

Der Antrag muss für jeden Betrachtungszeitraum gesondert und im Nachhinein gestellt werden.

Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden. Ein Wechsel in den Corona-Hilfs-Fonds ist möglich. Die Leistung aus dem Härtefallfonds wird dann dort angerechnet. Die zusätzliche Inanspruchnahme staatlicher Garantien ist erlaubt, ebenso Förderungen aufgrund der Corona-Kurzarbeit.

Berechnung des Förderzuschusses

Die Berechnung des Nettoeinkommensentgangs erfolgt automatisiert. Angeben muss der Förderungswerber dafür nur:

  • die tatsächlichen Betriebseinnahmen aus Waren und Leistungserlösen (Werte, die in den Kennzahlen 9040 und 9050 der Beilage E 1a der Einkommensteuererklärung, E 1, zu erfassen sind) und
  • sofern vorhanden, Nebeneinkünfte (Einnahmen abzüglich Ausgaben im steuerlichen Sinn)

für den jeweiligen Betrachtungszeitraum. 

Die anderen Werte werden von der Finanzverwaltung aus den dort gespeicherten Daten ermittelt.

Der Nettoeinkommensentgang aus dem jeweiligen Betrachtungszeitraum (z.B. Betrachtungszeitraum 1: 16. März bis 15. April) wird zu 80 Prozent ersetzt, gedeckelt mit max. 2.000 Euro monatlich und unter Anrechnung des Nettoeinkommens aus den Nebeneinkünften. Geringverdienerinnen/Geringverdiener erhalten 90 Prozent ersetzt.

Antragstellung

Phase 2: ab 20. April 2020 ausschließlich online bei der Wirtschaftskammer bis 31. Dezember 2020

Teil des Antrages ist eine eidesstattliche Erklärung. Falschangaben haben strafrechtliche Konsequenzen.

Es besteht kein Rechtsanspruch auf Unterstützung.

Weitere Informationen

Wirtschaftskammer (→ WKO)

Rechtsgrundlage

Inhaltlicher Stand: 18.04.2020
Abgenommen durch: Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
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